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Was taugt Gold als Krisenschutz? Sind Bitcoins eine Alternative?

Die monatlich gemeldeten Inflationszahlen bleiben hoch. In den USA wurde im April eine Teuerung von 8.3% gemeldet, für den Euroraum 7.5%. Auch in der Schweiz steigen die Konsumgüterpreise, mit 2.5% allerdings weniger ausgeprägt als anderenorts. Trotzdem gilt auch hier: Es findet eine Geldentwertung statt, die Kaufkraft der Konsumenten sinkt. Gleichzeitig steigt die Wahrscheinlichkeit für Zinserhöhungen und diese wiederum können die Konjunktur ausbremsen. Aktien hatten entsprechend einen schlechten Start in diesem Jahr und Alternativen sind gefragt. Gold als Krisenwährung bleibt im Fokus. Wir schauen uns die Entwicklung von Gold im Vergleich zu Aktien genauer an und wir werfen einen Blick auf die "vermeintliche" Alternative aus dem virtuellen Raum, den Bitcoin. 

Die Inflationsbekämpfung wird zur Chefsache. US-Präsident Biden versicherte jüngst, dass seine Regierung Möglichkeiten und Massnahmen suche, um den Aufwärtsdruck auf die Preise abzufedern. Da die Konsumgüterpreise stärker steigen als die Löhne, sinkt der Lebensstandard der Bevölkerung. Analysten rechnen im aktuellen Kontext zudem mit deutlich höheren Leitzinsen als aktuell von der FED vorgesehen, um die Inflation wieder in den Griff zu bekommen. Das wäre Gift für die Wirtschaft und für die Finanzmärkte. Die Sorge vor der Geldentwertung treibt Anleger weltweit um. Strategien zum Abfedern der Teuerung sind gefragt. In Bezug auf die Portfoliopflege kommt dem Edelmetall Gold als Anlage und Krisenschutz wieder eine wichtige Rolle zu.

Eigenschaften und Nutzen von Gold

Unabhängig von den Turbulenzen an den Geldmärkten gilt der Grundsatz: Wer Gold kauft, sucht grundsätzlich einen langfristigen, beständigen Wert und somit Sicherheit in seinem Portfolio. Es erstaunt deshalb nicht, dass Anleger in Krisenzeiten Gold kaufen, zum Beispiel bei politischen Spannungen oder militärischem Säbelrasseln, Pandemien, in turbulenten Börsenphasen oder eben auch wenn eine Währung an Wert verliert.

Bei Gold kommen Gewinne und Verluste ausschliesslich durch Veränderungen des Goldpreises zustande, entsprechend steht es in Phasen des Aufschwungs stärker in Konkurrenz zu anderen Anlageklassen wie bspw. Aktien oder Obligationen, die neben ihrer Wertentwicklung auch Dividenden oder Zinsen abwerfen.

In den letzten 12 Jahren war die Performance von Aktien (SPI) in 7 Jahren besser als Gold. Aber: In 5 Jahren, und das sind mehr als 40% des Beobachtungszeitraums, war Gold die bessere Anlage, insbesondere dann, wenn Aktien negativ oder nahe bei Null performt haben.
In den letzten 12 Jahren war die Performance von Aktien (SPI) in 7 Jahren besser als Gold. Aber: In 5 Jahren, und das sind mehr als 40% des Beobachtungszeitraums, war Gold die bessere Anlage, insbesondere dann, wenn Aktien negativ oder nahe bei Null performt haben.

 

Gold im Portfolio: Was gilt es zu beachten?

Die richtige Form suchen. Gold kann nicht nur physisch als Barren oder Münzen, sondern auch als Wertpapier gekauft werden, zum Beispiel sehr einfach als ETF oder Indexfonds. Der Vorteil dabei: Sowohl die teure und umständliche Lagerung in einem Bankschliessfach oder Safe, wie auch der aufwändige Transport fallen für den einzelnen Anleger weg.

Diversifikationseffekt nutzen. Der Goldkurs weist eine tiefe Korrelation zu Aktien auf und hat somit trotz möglicher, kurzfristiger Preisausschläge einen "ausgleichenden" Effekt auf ein Depot.

Nicht zu viel erwarten. Goldanlagen sind langfristige Anlagen, der werterhaltende Effekt zeigt sich über die Zeit. Spontane Kurssprünge und kurzfristige Gewinne können auftreten, sollten aber für private Anleger nicht im Vordergrund stehen.

Währungsrisiko: Die Unze Gold wird traditionellerweise in US-Dollar gehandelt. Anleger sollten sich deshalb bewusst sein, dass Goldanlagen auch ein Währungsrisiko in US-Dollar beinhalten.

Tipp: Mit clevercircles können Sie sich einfach gegen Währungsrisiken absichern, das erhöht den Absicherungswert von Gold. Wie das geht lesen Sie hier.

Taugen Bitcoins als Krisenschutz?

Krypto-Fans bringen aufgrund der aktuellen Inflation gerne wieder Krypto-Währungen, allen voran Bitcoin, als Wertaufbewahrungsmittel ins Spiel und stellen diese in direkte Konkurrenz zu Gold.

Es lohnt sich deshalb hier  die Fakten anzuschauen.

Wäre Bitcoin geeignet als Inflationsabsicherung, dann müssten die Coins gerade jetzt in Zeiten hoher und anhaltender Inflation eine deutlich positive Performance aufweisen, was aktuell nicht der Fall ist. Seit Anfang Jahr hat der Bitcoin über 35% an Wert verloren.

Ein weiteres Argument, das häufig ins Feld geführt wird, ist die Diversifikation. Bitcoins wären ein geeignetes Instrument zur Diversifikation der Risiken am Aktienmarkt. Dass dieses Argument ziemlich unbegründet ist, zeigt sich, wenn man sich die Performance von Bitcoins im Vergleich mit US-Tech Aktien (Nasdaq) anschaut. Die Korrelation zum Nasdaq wurde in der Vergangenheit stets grösser und liegt aktuell bei rund 0.75 (0 = gegenläufige Entwicklung; 1 = identische Entwicklung).

Seit Anfang Jahr hat der Nasdaq sogar weniger Wert verloren (rund -25%) als der Bitcoin. Die Entwicklung des Bitcoin-Kurses verläuft inzwischen also sehr ähnlich zurEntwicklung von US-Tech Aktien, der gewünschte Diversifikationseffekt ist bis jetzt nicht eingetreten.

 

Somit lässt sich im direkten Vergleich zu Bitcoins ein klares Fazit ziehen. Gold hat als Krisen- und Inflationsschutz nicht ausgedient, im Gegenteil. Hingegen haben Kryptos durch ihre schlechte Performance in  diesem Jahr bei Anlegern deutlich Vertrauen verloren. Von Inflationsschutz oder sogar Goldersatz kann keine Rede sein.

 

In Gold anlegen mit clevercircles

Wer sich für eine Anlage in Gold entscheidet, der kann heutzutage mittels diverser Anlageprodukte unkompliziert in das Edelmetall investieren, ohne dass man physisches Gold kaufen muss. Aufbewahrungskosten und Transport fallen dabei weg, Bestände können rasch per Knopfdruck erhöht oder abgebaut werden.

Clevercircles nutzt für die Anlageklasse Gold einen Indexfonds, der ausschliesslich in physisches Gold investiert und es damit jedem Anleger ermöglicht, an der Preisentwicklung von Gold zu partizipieren.

Weitere Details zum Indexfonds und zum clevercircles Anlageuniversum finden Sie hier.

 

Gold ist bei Schweizern generell sehr beliebt

Nach einer Umfrage der Universität St. Gallen im Jahr 2019 ist Gold direkt nach Immobilien die beliebteste Anlageklasse von Herr und Frau Schweizer. So erstaunt es nicht, dass Schweizer Anleger bereits vor Corona insgesamt 920 Tonnen Gold in Safes und Schliessfächern bunkerten.

Die Studie zeigt zudem auf, wie verbreitet das Interesse an Goldanlagen hierzulande ist. Von den Befragten mit einem Nettoeinkommen von mindestens CHF 10'000.- hielten 71% Edelmetalle für eine sinnvolle Geldanlage, bei einem Lohn von weniger als CHF 4'000.- stimmten immer noch mehr als die Hälfte dieser Aussage zu.

 

Weitere spannende Fakten zu Gold

Gold ist ein Edelmetall und als solches ein sehr seltener Rohstoff. Nimmt man alles in der Menschheitsgeschichte bis heute geförderte Gold, schmilzt es ein und formt daraus einen Würfel, dann käme man auf einen Kubus mit nur knapp 22 Metern Seitenlänge. Dies entspricht einer angenommenen, weltweiten Gold-Gesamtmenge von rund 205.238 Tonnen (Stand: Ende 2021).

Gold behält seinen Wert – amüsante, historische Vergleiche von Konsumgüterpreisen.
Gold behält seinen Wert – amüsante, historische Vergleiche von Konsumgüterpreisen.

 

Wie wichtig ist für Sie Gold im Portfolio?

Die clevercircles Community ist aktuell mit durchschnittlich rund 6% in Gold investiert. Wie wichtig ist Gold für Sie?

 

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