cleveracademy

Ja, Sie haben ein Währungsrisiko! Wir zeigen Ihnen, wie Sie am besten damit umgehen.

Schweizer Anleger haben ein Problem. Wer ein breit gestreutes, globales Portfolio aufbaut, stösst schnell an die Währungsgrenze. Der Schweizer Markt ist limitiert. Wer also seine Anlagen streut, landet sehr rasch in anderen Währungsräumen und investiert so zwangsläufig oft in Euro oder US-Dollar. Wechselkurse verändern sich jedoch, unter Umständen sehr rasch und deutlich, und dies kann Ihre Anlageperformance in Schweizer Franken massgeblich beeinträchtigen. Auf jeden Fall erhöhen Fremdwährungsanlagen das Risiko und jeder Anleger muss sich Gedanken machen über den cleveren Umgang damit. Wir zeigen Ihnen nachfolgend, was man über das Fremdwährungsrisiko wissen muss und wir zeigen Ihnen einen cleveren und günstigen Lösungsansatz, der es erstmals auch Privatanlegern erlaubt, professionell und flexibel damit umzugehen.

Das Problem: Währungsverluste fressen Rendite

 "Unser" Schweizer Franken ist eine sehr starke Währung. Was für uns ein Vorteil ist, wenn wir im Urlaub sind oder im Ausland einkaufen, ist ein Problem aus Anlegersicht. Wenn wir in Aktien und Obligationen investieren, die nicht auf Schweizer Franken lauten, müssen wir damit rechnen, dass diese an Wert verlieren, weil die Fremdwährung gegenüber dem Franken schwächer wird. Das Problem lässt sich am besten mit dem Euro illustrieren. Man mag sich kaum daran erinnern, aber vor etwas mehr als zehn Jahren Anfang 2008 war 1 Euro rund 1.65 Franken wert. Heute braucht es "nur" noch 1.13 Franken um einen Euro zu wechseln. Das ist ein Wertverlust des Euros von über 30 Prozent in 11 Jahren (vgl. Abb 1). Die Dimension ist für jeden Anleger relevant: Wir sprechen von einem jährlichen Verlust von rund 3.2 Prozent nur aufgrund der Abwertung des Euros!

Abb. 1: Die beiden wichtigsten Fremdwährungen aus Schweizer Sicht im Langzeit-Vergleich. Seit 2008 hat sich sowohl der Euro als auch der US-Dollar deutlich abgewertet. Der Euro um über 30% und der Dollar um über 10%. Stellen Sie sich vor, Sie hätten Anfang 2008 in europäische Aktien und Obligationen investiert und eine ansehnliche Rendite von 30 Prozent erwirtschaftet. Diese wäre in Schweizer Franken ein Nullsummenspiel, weil der Euro sich in dieser Zeit ebenfalls um 30 Prozent abgewertet hat.
Abb. 1: Die beiden wichtigsten Fremdwährungen aus Schweizer Sicht im Langzeit-Vergleich. Seit 2008 hat sich sowohl der Euro als auch der US-Dollar deutlich abgewertet. Der Euro um über 30% und der Dollar um über 10%. Stellen Sie sich vor, Sie hätten Anfang 2008 in europäische Aktien und Obligationen investiert und eine ansehnliche Rendite von 30 Prozent erwirtschaftet. Diese wäre in Schweizer Franken ein Nullsummenspiel, weil der Euro sich in dieser Zeit ebenfalls um 30 Prozent abgewertet hat.

 

Währungen sind bei Aktien und Obligationen unterschiedlich zu beurteilen

Die Wirtschaft ist fast vollständig globalisiert. Europäische Firmen erwirtschaften einen massgeblichen Teil ihres Erlöses in anderen Währungen als dem Euro. VW als Beispiel verkauft die meisten Autos nicht in Europa, sondern in China. Eine international tätige Firma ist darum immer und oft zu grossen Teilen in mehreren Währungen exponiert. Entsprechend ist es schwierig, das eigentliche Fremdwährungsrisiko bei Aktien zu erfassen. Nestlé beispielsweise erwirtschaftet weniger als 2 Prozent des Umsatzes in der Schweiz! Die Kurswährung ist bei Aktien also kein verlässlicher Indikator für das wirkliche Währungsrisiko.

Bei Obligationen in Fremdwährungen ist die Lage anders. Hier haben Sie als Anleger das volle und klar fassbare Fremdwährungsrisiko in einer Anlageklasse, die notabene zu den "sicheren" gezählt wird. Wer also in festverzinsliche Fremdwährungs-Obligationen investiert, riskiert seinen "festen Zins" zu verlieren, wenn die Währung zum Schweizer Franken verliert.

Fazit: Bei Obligationen macht es Sinn, das Fremdwährungsrisiko grundsätzlich und umfassend abzusichern. Dies schreibt auch das Konsumentenmagazin K-Geld*: "Deshalb spricht das Kosten-Nutzen-Verhältnis hier für ein vollständiges Hedging (Absicherung)." Bei Aktien gehen die Meinungen auseinander. Grundsätzlich gilt aber auch hier: Wer weniger Wertschwankungen wünscht, sichert ab. K-Geld empfiehlt dazu: "Aktien: Ein bis zwei Drittel absichern, den Rest nicht."

 

Wie kann ich mich gegen Währungsverluste schützen?

Etwas vereinfacht gibt es drei grundsätzliche Möglichkeiten, um sich gegen Währungsverluste zu schützen:

  1. Sie kaufen nur Wertpapiere in Schweizer Franken. Wer jedoch ausschliesslich oder mehrheitlich in Schweizer Papiere investiert, geht ein Klumpenrisiko ein und verpasst viele Wachstumsgeschichten. Zudem ist das Fremdwährungsrisiko bei Aktien nicht weg, es ist einfach nicht sichtbar (Beispiel Nestlé, siehe oben).
  2. Sie investieren in spezielle ETF-Fonds, die automatisch eine Währungsabsicherung vornehmen. Dabei wird kontinuierlich und unabhängig von der Marktentwicklung abgesichert, was nicht immer sinnvoll und vor allem sehr teuer ist. Alleine schon die ausgewiesenen Fondskosten steigen um bis zu 0.5 Prozent jährlich (gemessen am TER), dazu kommen aber noch Kostenanteile, die nicht im TER ausgewiesen sind.
  3. Sie sichern Ihr Fremdwährungsrisiko individuell und dynamisch ab und beziehen dabei die erwartete Marktentwicklung mit ein. Dies ist der professionelle Ansatz, der aber komplex ist und ein grosses Anlagevolumen bedingt.

Sie haben natürlich recht. Keine der Möglichkeiten ist wirklich überzeugend für Privatanleger. Darum haben wir uns eine neue Lösung ausgedacht, die flexibel und günstig ist und die sich einfach, intuitiv bedienen lässt.

 

So funktioniert eine Währungsabsicherung bei clevercircles:

Alle zwei Monate flexibel entscheiden:

Bei clevercircles können Sie alle zwei Monate bestimmen, wie Sie die beiden wichtigsten Fremdwährungen, nämlich den Euro und den US-Dollar, vor einem Währungsverlust absichern möchten.

Sie können für die jeweilige Währung bestimmen, ob Sie 30%, 60% oder 90% Ihres Fremdwährungsbestandes absichern möchten. Sie tun dies, indem Sie auf den jeweiligen Button klicken.

Zusätzlich zeigt Ihnen clevercircles an, was Ihr Circle für eine Entwicklung der beiden Währungen erwartet. So können Sie Ihre Entscheidungsfindung mit denjenigen Personen abstimmen, denen Sie in Anlagefragen vertrauen.

Hinweis: Wenn Sie mehr zur Funktionsweise des Circles wissen möchten, hier finden Sie eine kurze Einführung: https://clevercircles.ch/stories/nadja-will-s-wissen-was-sind-circles-und-wie-funktionieren-sie  

 

Günstige Umsetzung der Währungsabsicherung

Nachdem Sie eine Auswahl für die Währungsabsicherung in Auftrag gegeben haben, wird dies im Hintergrund automatisiert umgesetzt. Sie brauchen nichts weiter zu unternehmen und können bequem zurücklehnen.

Die Umsetzung der Währungsabsicherung erfolgt mit einem sogenannten Termingeschäft (oder Forward). Das ist die effizienteste Möglichkeit und ist normalerweise grösseren Investoren vorbehalten. Nicht so bei clevercircles.

Ein Termingeschäft besteht aus drei Schritten, die wir im Folgenden aufzeigen. Zur Veranschaulichung nehmen wir ein konkretes Beispiel. Max Muster hat ein Depot mit CHF 25'000.-, davon sind 10'000 in Euro investiert.

1. Max entscheidet sich, 60% seiner Euro-Positionen abzusichern, weil er erwartet, dass der Euro mit den Brexit-Unruhen unter Druck kommt und an Wert verlieren wird (Auftrag).

2. Für den Euro-Betrag, der abgesichert werden soll, wird ein Termingeschäft (Forward) abgeschlossen. Mit diesem Vertrag machen Sie ein Währungstauschgeschäft für zwei Monate im Voraus ab.

Mit dem Termingeschäft wird vereinbart, dass Sie den abzusichernden Eurobetrag in zwei Monaten zum Terminkurs verkaufen können, unabhängig davon, wo der Kurs in zwei Monaten effektiv stehen wird. Der Terminkurs entspricht dem aktuellen Tageskurs abzüglich einem sogenannten "Terminabschlag". Damit gemeint ist die Zinsdifferenz. Je nach Währung gelten unterschiedliche Zinssätze. Diese werden beim Terminabschlag bereinigt bzw. im Terminkurs eingerechnet.**  

3. Nach Ablauf der zwei Monate können Sie wiederum entscheiden, ob und in welchem Umfang sie weiter absichern möchten. Wenn Sie keine Absicherung mehr möchten, wird das bestehende Forwardgeschäft geschlossen, d.h. die Euro werden zum dann gültigen Tageskurs zurückgekauft.

 

Die Währungsabsicherung ist für clevercircles-Kunden bis auf einen minimalen Spread (90% Rabatt vom offiziellen Kundentarif der Bank CIC) kostenlos.

Hinweis: Die Optionen für die Währungsabsicherung sind nur für Depotkunden zugänglich. Mit dem Demokonto kann dieser Service nicht genutzt werden.

Abb. 2: Im rechten Screen sehen Sie unten die jeweiligen Absicherungsoptionen zwischen 0 und 90% Ihres Bestandes in der Fremdwährung. Diese Auswahl können Sie alle zwei Monate in der Umschichtungsphase treffen: https://clevercircles.ch/media/1135/clevercircles_termine_d.pdf. Der linke Screen zeigt die Portfoliosicht, wenn eine Währungsabsicherung gewählt wurde. Sie sehen auf einen Blick den Anteil Ihrer Fremdwährungsanlagen, die abgesichert sind.
Abb. 2: Im rechten Screen sehen Sie unten die jeweiligen Absicherungsoptionen zwischen 0 und 90% Ihres Bestandes in der Fremdwährung. Diese Auswahl können Sie alle zwei Monate in der Umschichtungsphase treffen: https://clevercircles.ch/media/1135/clevercircles_termine_d.pdf. Der linke Screen zeigt die Portfoliosicht, wenn eine Währungsabsicherung gewählt wurde. Sie sehen auf einen Blick den Anteil Ihrer Fremdwährungsanlagen, die abgesichert sind.

 

Das könnte Sie auch interessieren:

"Vorhersehbar ist nichts" - Interview mit René Bachmann, Head Foreign Exchange der Bank CIC

 

*K-Geld; Ausgabe Oktober 2017: "Anlegen im Ausland: Wann sich die Währungsabsicherung lohnt."

**Je höher die Zinsen einer Fremdwährung sind, desto höher ist der Terminabschlag. Entscheidend ist die Differenz der Verzinsung der Fremdwährung im Vergleich zur Heimwährung. Für zwei Monate liegt die Zinsdifferenz zwischen dem Euro und dem Schweizer Franken beispielsweise bei rund 0.35%.

clevercircles App

clevercircles immer dabei! Jetzt App downloaden und bequem die Performance verfolgen.

Jetzt downloaden:
app-store Get it on Google Play
iphone