Nadja will's wissen

Frauen hört auf zu sparen - beginnt zu investieren!

Nicht sparen, sondern anlegen. Leider investieren Frauen noch immer weniger oft als Männer und sie beginnen viel später damit. So entsteht der Gender Investing-Gap und fördert die finanzielle Abhängigkeit der Frauen. Ich habe drei unserer clevercircles Partnerinnen gefragt, wie wir diesen Gap schliessen können und weshalb das Thema Finanzen, für Frauen noch immer so unattraktiv ist.

 

Sind Frauen uninteressiert an der Börse oder reden sie einfach nicht darüber?

Ich habe nur zwei Freundinnen, die in den Aktienmarkt investieren. Beide sind gut ausgebildet und extrem fleissig. Aber der Rest meiner Freundinnen ist gerade eher damit beschäftigt, Babys zu machen oder sich um Babys zu kümmern.

Natürlich gibt es neben der Familie noch einige andere Themen, aber wo sollen die Mütter von heute beim Aktienshopping unterkommen? Die Tage sind voll verplant mit Kinderbetreuung, Arbeit, dem Versuch, sich fit zu halten, und Selbstfürsorge.

So überrascht es nicht, dass unsere Expertinnen geschlossen der Meinung sind, dass nur knapp 10 – 20% der Frauen, ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen.

Die Betriebsökonomin, Bloggerin und Partnerin von clevercircles, Corinne Brecher, sagt dazu: "Ich denke die Mehrheit der Frauen in der Schweiz kümmert sich zu wenig um ihre Finanzen. Es ist bekannt, dass Frauen das Sparkonto gegenüber einem Depot bevorzugen."

Die Finanzexpertin für Frauen, Désirée Dosch, meint: "Ich sehe das genauso. Ich schätze, dass noch immer etwa dreiviertel der Frauen nicht selbst für Ihr eigen verdientes Geld verantwortlich sind."

Und was machen die Männer? Sie legen an, um ihr Vermögen zu vermehren.

Warum kümmern wir Frauen uns nicht um unsere finanzielle Zukunft? Warum ignorieren so viele Frauen die Möglichkeit des Vermögensaufbaus?

Sarah Seyr, Doktorin in Psychologie und Mitbegründerin der Finanzplattform Smolio, findet, dass die "Ausreden" von Frauen nicht anzulegen, ihre Berechtigung haben.

"Das Thema hat einen negativen Beigeschmack. Das grosse Geld ist noch immer eng verbunden mit dem Stereotyp Mann in einträglicher Erscheinung und mit fragwürdigen Werten. Damit kann und muss frau sich nicht identifizieren."

Man hat den Eindruck, dass Marketingmassnahmen für Finanzprodukte für Frauen sehr klischeehaft weiblich gestaltet sind. Désirée Dosch stimmt zu und sagt:

"Ja, das ist leider noch sehr oft so. Es ist eine schmale Gradwanderung. Frauen wollen keine anderen Produkte als Männer, aber die Beratung und der Prozess für welches Produkt oder welchen Anbieter sie sich am Ende entscheiden ist anders. Frauen wollen keine ‘Frauen-Produkte’ sondern Produkte, die auf ihre Lebensbedürfnisse, Wünsche und Ziele ausgerichtet sind."

Fehlendes Wissen und Selbstvertrauen

Sicherlich erfordert das Investieren an der Börse das richtige Wissen. Es braucht etwas Zeit, um die relevanten Begriffe und Anlagestrategien zu studieren. Aber so schwierig, wie es in Gesprächen mit der Bank rüberkommt, ist es ganz sicher nicht.

"Die Kommunikation ist männlich geprägt, es wird in Bankberatergesprächen oft Fachjargon verwendet, was Frauen grundsätzlich abschreckt. Zudem sprechen die Berater meist mit dem Mann und nicht mit der Frau. Frauen mit familiären Verpflichtungen leiden unter dem Mental Workload, sie erledigen bereits zuhause die ganze Haushaltsarbeit, sind berufstätig und finden dann (meiner Meinung nach zu recht), dass sie jetzt wirklich keine Zeit haben sich auch noch um die Finanzen zu kümmern", sagt Corinne Brecher.

Die Welt der Finanzen ist voll von verwirrenden Begriffen, die ziemlich einschüchternd sind. Man hat den Eindruck, dass dies alles beabsichtigt ist, damit eine normale Person einen Finanzberater benötigt, um zu investieren, was dazu führt, dass weniger Frauen in diesem Beruf vertreten sind. Die neue Generation ist anders, könnte man meinen, aber die Millennial-Frauen ändern das auch nicht. Eine Studie der Bank of America Merril Lynch fand heraus, dass 56 Prozent von ihnen aus Angst nicht investieren, obwohl sie das Geld haben. Der Hauptgrund ist, dass sie nicht wissen, wo sie anfangen sollen.

Bildung ist der Schlüssel in allen Aspekten des Lebens. Sie wird uns mehr Vertrauen in unsere Investitionsentscheidungen geben.

Wenn wir uns mit Investitionen beschäftigen, sehen wir, dass Männer gerne Aktien kaufen und Frauen Immobilien bevorzugen. Sie sind relativ sicher und man weiss, was man erwarten kann. Die Renditen sind zwar nur mässig, aber solange es sicher ist, lieben wir es. Frauen neigen dazu, eine geringere finanzielle Risikotoleranz zu haben als Männer.

Übermässiges Selbstvertrauen, wie es den Männern oft unterstellt wird, ist eine der schlimmsten Fallen beim Investieren. Frauen wären also in dieser Hinsicht besser für den Aktienmarkt gerüstet als Männer.

Dieses Wissen sollte Frauen dazu ermutigen, mit dem Investieren zu beginnen. Stattdessen haben wir Angst, unser hart verdientes Geld zu verlieren. Zu viel Vorsicht lässt uns zu kurz kommen.

"Wichtig ist die gemeinsame Auseinandersetzung mit dem Thema Anlegen. Das gibt Sicherheit und wirkt motivierend. Gerade Frauen betonen häufig, wie wichtig ihnen bei Finanzfragen der Austausch mit einer vertrauenswürdigen Person ist. Bei clevercircles profitieren wir von den Erfahrungen anderer. Im Gegensatz zum “Berater”, der einem ein komplexes Finanzprodukt verkaufen will, das er selber kaum durchschaut, sind Community von informierten Gleichgesinnten die weitaus seriösere Anlaufstelle für Finanzentscheidungen", prophezeit Sarah Seyr.

Corinne Brecher sieht vor allem in der richtigen Kommunikation den Schlüssel zum Erfolg: "Einige Feedbacks aus der Beratung haben mir aufgezeigt, dass clevercircles vor allem in puncto Kommunikation und Sprache die Frauen am richtigen Punkt abholt: Abstimmungen werden beispielsweise sehr ausführlich erklärt und Fachjargon wird meist vermieden, das schafft Vertrauen für die Materie eben auch bei Frauen, die noch nicht so lange in der Finanzwelt unterwegs sind. Zudem findet man bei den Punkteverteilungen immer wieder Frauen, die besonders gut abschneiden in den Abstimmungen, das motiviert sicher auch andere."

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Warum Frauen in den Aktienmarkt investieren sollten

Investitionen in den Aktienmarkt schaffen Wohlstand. Der Aktienmarkt hat in den letzten neunzig Jahren eine durchschnittliche Rendite von über 8% gebracht. Machen wir uns das zunutze.

Nur wenn wir die Vermögenslücke zwischen den Geschlechtern schliessen können, können wir unsere eigenen Entscheidungen treffen. Finanzielle Sicherheit bedeutet, einen Job zu verlassen, den wir nicht mögen, oder eine schlechte Beziehung. Das Wichtigste ist, dass SIE entscheiden können. Sie haben die Macht der Wahl.

Bilden Sie sich weiter und fangen Sie an, die Zukunft Ihrer Träume aufzubauen, indem Sie finanziellen Wohlstand schaffen. Und wieso nicht gleich mit clevercircles starten!

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