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Ausblick ins 2022 von Mario Geniale – Anlagechef der Bank CIC

Insgesamt startet die Schweiz aus einer komfortablen Zone, denn sie hat das Vorkrisenniveau schon im letzten Jahr erreicht.

Mario Geniale, Anlagechef der Bank CIC und die am meisten gefragte Stimme auf clevercircles.
Mario Geniale, Anlagechef der Bank CIC und die am meisten gefragte Stimme auf clevercircles.

 

Spannend für dieses Jahr ist die neue Stossrichtung, die der neue Bundestag in Deutschland vorgeben wird. Die grossen Katalysatoren des wirtschaftlichen Wandels sind die Bestrebungen zur Klimaneutralität und die Durchdringung der Digitalisierung im gesellschaftlichen Kontext. Umfangreiche Investitionen, öffentlicher und privater Natur stimulieren dabei die gesamtwirtschaftliche Nachfrage, unter anderem auch den Schweizer Exporthandel.

Insgesamt startet die Schweiz aus einer komfortablen Zone, denn sie hat das Vorkrisenniveau schon im letzten Jahr erreicht. Der politische Gestaltungswille in Deutschland kann für die Schweizer Unternehmen weiteres Potenzial offenlegen und damit der Wirtschaft einen zusätzlichen Schub verleihen. Trotz teurem Schweizer Franken erwartete man in diesem Jahr einen Exportzuwachs von 6.7%, der von einer niedrigen inländischen Inflation gegenüber den Preisanstiegen in Europa an Stabilität gewinnt.

Das grösste Risiko für die Wirtschaft stellt noch immer das Coronavirus dar. Aktuell die Omikron Variante, welche gerade wieder zu Lockdowns und Produktionsengpässen in China führt. Die Inflation steigt an.

Rendite

" Gegenwind kommt von der Zinsseite, da die lockere Geldpolitik der Zentralbanken ein Ende finden muss."

Die Teuerung wird durch steigende Rohstoff- und Transportpreise sowie durch die erwähnten Lieferkettenprobleme angeheizt. Die Publikationen der Jahresresultate 2021, welche Mitte Januar beginnen, werden zeigen, wieviel der Preissteigerungen die einzelnen Unternehmen an ihre Kunden weiterreichen können. Vor diesem Hintergrund stehen die rekordhohen Margen der Unternehmen im Fokus. Gegenwind kommt von der Zinsseite, da die lockere Geldpolitik der Zentralbanken ein Ende finden muss. In diesem Spannungsfeld bedeutet das eine erhöhte Schwankungsbreite für die Aktienbörsen.

Rendite

" 2022 wird die Schweizer Wirtschaft gemäss Prognosen mit +2.9% weiterhin überdurchschnittlich wachsen. "

In einem Umfeld von steigenden Teuerungsraten sind Unternehmen mit Preissetzungsmacht im Vorteil. In einem volatileren Börsenumfeld sollten der SMI gut abschneiden. 2022 wird die Schweizer Wirtschaft gemäss Prognosen mit +2.9% weiterhin überdurchschnittlich wachsen, bei den Unternehmensgewinnen wird gar ein Anstieg von knapp 10% erwartet.

Rendite

" Der schwache Euro stimuliert den Export und kann die Auftragsbücher der Unternehmen füllen."

Überbordendern Optimismus spiegelt das europäische Aktienbarometer DJ Euro Stoxx 50 wider. Sprudelnde Unternehmensgewinne von über 30% im letzten Jahr rechtfertigen die 2021-Kursrally. Kurstechnisch könnte dieses Jahr ruckelig verlaufen. Fundamental jedoch, ebnet Christine Lagarde den Weg für weiteres Aufholpotenzial, denn die geldpolitische Bremse wird wohl trotz hoher Inflationsraten von 2% auf die lange Bank geschoben. Der schwache Euro stimuliert den Export und kann die Auftragsbücher der Unternehmen füllen.

Rendite

" Inflationssorgen, Lieferengpässe und erhöhte Rohstoffpreise werden im ersten Quartal die Dynamik des US-Marktes testen."

Inflationssorgen, Lieferengpässe und erhöhte Rohstoffpreise werden im ersten Quartal die Dynamik des US-Marktes testen. Dazu kommen der Abbau der Liquiditätsversorgung der FED und die eventuelle Zinserhöhung, welche Volatilität an die Börse bringen. Jedoch wäre es unratsam am Anfang einer Inflationsphase gegen Aktien zu setzen, da sie sich in solchen Perioden in der Vergangenheit trotzdem gut entwickelt haben und einen relativ guten Inflationsschutz bieten konnten.

Rendite

" Die Widerstandsfähigkeit der Immobilienfonds gegenüber den jüngsten Zinserhöhungen ist ein gutes Beispiel dafür, dass der Sektor an Bedeutung gewonnen hat."

Die wichtigsten Risikoindikatoren für den Schweizer Immobilienmarkt haben sich abgeschwächt und deuten auf einen Rückgang des Gesamtrisikos hin (z.B. ist der UBS Bubble Index im dritten Quartal dieses Jahres weiter gesunken). Die wahrgenommene Verringerung des Gesamtmarktrisikos, gepaart mit stabil niedrigen Finanzierungskosten, hat zu einer stabilen Seitwärtsbewegung an den Immobilienaktien- und Fondsmärkten geführt.

Mit dem Fortschreiten der wirtschaftlichen Erholung und einer allgemeinen Zunahme des Appetits auf Immobilienanlagen empfehlen wir ein größeres Immobilien-Exposure im Portfolio. Die Widerstandsfähigkeit der Immobilienfonds gegenüber den jüngsten Zinserhöhungen ist ein gutes Beispiel dafür, dass der Sektor an Bedeutung gewonnen hat.

 

 

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