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Erfolgreich Geld anlegen? Vergessen Sie Superkräfte. Was es braucht ist Disziplin.

"Ich habe 100 Prozent Gewinn gemacht mit Aktie X!" So oder ähnlich kursieren vermeintliche Erfolgsgeschichten. "Geheimtipps" wechseln sich ab mit "Megatrends" und verpassten Chancen. Hier geht es um Action und es gilt, nichts zu verpassen. Erfolgreiches Anlegen ist aber nicht ein schnell geschnittener und kurzweiliger Hollywoodstreifen, sondern ein langer Roman mit weitschweifigen Passagen, wo man bisweilen das Gefühl hat, die Handlung gehe nicht vorwärts.

Ja, geschätzte Leserinnen und Leser. Erfolgreich Geld Anlegen ist eine Frage der Disziplin.

Superkräfte gibt es nicht!

Oder vielleicht doch? Eine Kraft könnte man durchaus als Superkraft bezeichnen. Erfahren Sie, welche das ist und welcher Superheld diese am ehesten nutzen würde.

Time nicht Timing

Die Wissenschaft ist sich einig. Niemand vermag den Markt zu schlagen, indem der perfekte Einstieg bzw. Ausstieg gesucht wird. Diese Strategie ist zum Scheitern verurteilt. Insbesondere bei Privatinvestoren führt kurzfristiges Markt-Timing oft zum puren Gegenteil.

Fakt ist, dass sich Aktienkurse in über der Hälfte der Zeit nur wenige Prozentpunkte um ihren Höchststand bewegen. Etwas direkter formuliert: Die meiste Zeit passiert nichts Grossartiges an den Aktienmärkten, die Kurse bewegen sich in einem mehr oder weniger engen Band und da kann es schon passieren, dass man sich dabei ertappt, zu sagen: Hier passiert ja nichts, das geht nicht vorwärts. Geduld ist gefragt, denn ja: Oft ist es langweilig.

Und hier kommt der springende Punkt. Die attraktive Aktienrendite (auf lange Sicht plus/minus 7% p.a. je nach Index) kommt vor allem aufgrund von wenigen, dafür sehr starken Börsentagen zusammen. Wer also diese besten Börsentage verpasst, macht die ganze Rendite kaputt, wie Abbildung 1 eindrücklich darlegt.

Fazit: Je früher Sie investieren, desto besser. Bleiben Sie cool, auch wenn es rumpelt. Die höchste Tagesentwicklung findet typischerweise oft am Ende eines Zyklus statt und das Ende eines Zyklus kann man nicht voraussagen (auch wenn wir manchmal gerne so tun als ob…).

Abbildung 1
Abbildung 1

 

Der Profi-Ansatz

Kurzfristiges Timing funktioniert nicht und gerade Privatanleger neigen dazu, in steigenden Märkten zu früh zu verkaufen und so die beste Performance zu verpassen. Verhalten Sie sich stattdessen wie professionelle Anleger. Clevercircles wählt diesen Profi-Ansatz und macht ihn für Private zugänglich.

Profis sind erfolgreicher in der Geldanlage als Privatanleger. Das hat gute Gründe. Denn Profis definieren eine Anlagestrategie und halten sich daran. Die Anlagestrategie ist aber nicht komplett starr, sondern beinhaltet einen begrenzten, vordefinierten Handlungsspielraum für taktische Anpassungen. Solche taktischen Anpassungen werden aber niemals in einer Hauruck-Aktion vollzogen, sondern in strukturierter Vorgehensweise und in Abstimmung mit mehreren Entscheidungsträgern (Anlagekomitee). Genau das bietet clevercircles: Strategie-Disziplin, gezielte taktische Flexibilität und kollektive Intelligenz in der Entscheidungsfindung. So vermeiden Sie überstürzte und oftmals emotionale Reaktionen und können sich dennoch für eine erwartete Markentwicklung positionieren.

Die Superkraft des Geldes

Erfolgreich Geld anlegen ist vor allem Disziplin und ein langer Anlagehorizont. Wie eingangs angetönt, gibt es schon einen Aspekt der Geldanlage, den man durchaus als Superkraft bezeichnen könnte: den Zinseszins.

Vom Zinseszins spricht man, wenn der verdiente Zins oder die verdiente Rendite nicht ausbezahlt, sondern reinvestiert wird. Das reinvestierte Geld wiederum wächst in den Folgejahren mit der Rendite mit und vermehrt sich ebenfalls.

Das Schöne am Effekt des Zinseszinses ist, dass er diejenigen am meisten belohnt, die ihre Rendite maximieren (Aktien statt Sparkonto) und langfristig anlegen. Der Zinseszins-Effekt wächst nicht proportional, sondern exponentiell.

In Abb. 2 ist veranschaulicht, wieviel zusätzliches Geld der Zinseszins-Effekt über die Jahre ausmachen kann, wenn man die verdiente Rendite regelmässig reinvestiert. Auf den meisten Sparkonten gibt es aber keine Rendite, das ist leider die Realität.

Wer also heutzutage vom Zinseszins profitieren will, kommt nicht am Kapitalmarkt vorbei, denn Sparkonten werfen keinen Zins mehr ab.   

Abb. 2: Unterschiedliche Vermögensentwicklung eines Beispielkunden, wenn die jährliche Rendite ausbezahlt (kein Zinseszins) oder reinvestiert (mit Zinseszins) wird. Der Beispielkunde investiert eine Ersteinlage von CHF 50'000 und einen monatlichen Sparbetrag von CHF 1'000.-. Die angenommene Jahresrendite (netto) in diesem Beispiel liegt bei 5%.
Abb. 2: Unterschiedliche Vermögensentwicklung eines Beispielkunden, wenn die jährliche Rendite ausbezahlt (kein Zinseszins) oder reinvestiert (mit Zinseszins) wird. Der Beispielkunde investiert eine Ersteinlage von CHF 50'000 und einen monatlichen Sparbetrag von CHF 1'000.-. Die angenommene Jahresrendite (netto) in diesem Beispiel liegt bei 5%.

 

Der Lohn der Disziplin:

Während also der Zinseszins einen wichtigen, finanziellen Zusatzertrag bewirkt, so bleibt die Basis eines erfolgreichen Vermögensaufbaus die Disziplin. Vermögen baut sich nicht von selber auf. Wer hingegen früh in Aktien investiert und regelmässig einen Sparbeitrag dazulegt, kommt über die Jahre zu einem substantiellen Vermögen.

Die Zinsen sind auf absehbare Zeit im Keller. Auch Sparkonten werfen kaum noch einen Zins ab. Grosszügig gerundet kann man heute mit einem durchschnittlichen Zinssatz von 0.1% für ein Sparkonto rechnen. Die langfristige, historische Rendite von Aktien liegt hingegen zwischen 7% und 8%. In unserem Beispiel rechnen wir mit einer Rendite von durchschnittlich 5% pro Jahr, was der langfristigen Performance eines diversifizierten Portfolios mit mittlerer Aktienquote entspricht.

In unserem Beispiel (siehe Abb. 3) käme der Sparkontosparer nach 30 Jahren Sparzeit auf einen mickrigen Gesamtertrag von gerade einmal knapp CHF 7'000.-. Mit einem durchschnittlichen Anlageportfolio läge der Ertrag im gleichen Zeitraum bei CHF 650'000.-. Das ist annähernd das 100-Fache!*

Abb. 3: Vermögensentwicklung des Beispielkunden im Vergleich. Beim Sparkonto (mit Zinseszins) wurde ein Zinssatz von 0.1% angenommen.
Abb. 3: Vermögensentwicklung des Beispielkunden im Vergleich. Beim Sparkonto (mit Zinseszins) wurde ein Zinssatz von 0.1% angenommen.

 

*Der Beispielkunde spart/investiert einmalig CHF 50'000 und anschliessend CHF 1'000 pro Monat. Über 30 Jahre beträgt die Summe aller Beträge, die der Kunde gespart bzw. investiert hat CHF 410'000.-. Für die Berechnung des Gesamtertrags wird diese Beitragssumme vom Vermögensendstand nach 30 Jahren abgezogen. Das ergibt den finalen Gesamtertrag von CHF 7'000 bzw. CHF 650'000.-.

 

Zugabe: Batman ist der einzige Superheld, der mit Geld umgehen kann

Die Comicfigur und Superheld in Fledermauskostüm Batman feiert in diesem Jahr sein 80-jähriges Bestehen. Üblicherweise werden Superhelden nicht mit realtrockenen Themen wie der Vermögenanlage in Verbindung gebracht, zu beschäftigt sind diese, die Welt zu retten und ihre Superkräfte zu kontrollieren. Batman ist eine Ausnahme, denn er hat keine übernatürliche Kraft. Er ist durch und durch ein Mensch, der viel Geld in seine Ausrüstung investiert, um einen Vorteil gegenüber seiner bösen Kontrahenten zu haben. Sehr viel Geld, muss man sagen. Ein Comic-Historiker (ja, das gibt es) hat ausgerechnet, dass er für sein Arsenal an Fahrzeugen, Rüstungen und Waffen etwa 700 Millionen Dollar ausgeben musste. Nicht so abwegig, wie Sie vielleicht denken. Wenn Batman vor 80 Jahren rund 14 Millionen in einem Portfolio mit 5% jährlicher Rendite angelegt hätte, könnte er heute dank des Zinseszins-Effektes auf ein Vermögen von 700 Millionen zurückgreifen, die Welt wäre gerettet. Wenn er die 14 Millionen stattdessen auf einem Sparkonto mit 0.1% angelegt hätte, läge sein Vermögen heute nur leicht höher bei etwas über 15 Millionen Dollar. Das reicht kaum für ein Batmobil und die Verbrecher hätten leichtes Spiel.

Nun, wir leben zum Glück nicht in Gotham City, aber wenn es um die erfolgreiche Geldanlage geht, können wir uns dennoch ein Stück Batman abschneiden. Erstens; es gibt keine übernatürlichen Kräfte und zweitens, von nichts kommt nichts.

Also, verehrte Leserinnen und Leser, schlagen Sie den tiefen Zinsen ein Schnippchen und investieren Sie langfristig und diszipliniert. So haben Sie später mehr finanzielle Möglichkeiten, und reicht's nicht für ein Batmobil, so doch für viele schöne Reisen.


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